Das Epos der Berliner Frauenbank

Von

Gilla Dölle

Neuer Berliner Kunstverein e.V.

Die Berliner Frauenbank war eine der ersten Kreditinstitutionen weltweit, die ausschließlich von und für Frauen betrieben wurde. Noch bevor Frauen in Deutschland das Wahlrecht erteilt wurde oder ihnen der Börsenbesuch erlaubt war, förderte die Genossenschaftsbank von 1910 bis 1916 die finanzielle Ermächtigung von Frauen mit unterschiedlichen Mitteln. Neben dem regulären Bankgeschäft boten die Mitarbeiter*innen der Frauenbank eine kostenlose Rechts- und Kreditberatung an, organisierten Vorträge und Kulturveranstaltungen und brachten zeitweilig die Zeitschrift Frauenkapital – Eine werdende Macht heraus, die im bankeigenen Verlag erschien. Trotz der Kurzlebigkeit der Kreditinstitution steht ihre Geschichte emblematisch für mögliche solidarische Formen des wirtschaftlichen Austauschs. Die Politologin Gilla Dölle erzählt im Podcast von den Ambitionen, Konflikten und Herausforderungen, welche das Pilotprojekt begleiteten. Dölle forscht seit mehreren Jahrzehnten zu den finanziellen Hintergründen der deutschen Frauenrechtsbewegungen und widmet sich in ihren Publikationen, Vorträgen und Initiativen der Enttabuisierung des Themas Frauen und Geld. Die Zusammenarbeit von Irena Haiduk mit Gilla Dölle knüpft an das Bestreben der Künstlerin an, ökonomische Zusammenhänge neu zu denken und mit den Strategien der Oral History im kollektiven Gedächtnis zu verankern. Dölles Beitrag Das Epos der Berliner Frauenbank wird anlässlich des internationalen Frauentages in Form eines Online-Podcasts auf der Website des n.b.k. zugänglich gemacht.
Veröffentlicht durch

Neuer Berliner Kunstverein e.V.

Technische Bereitstellung

Podcast (online)

Erscheint

Podcast (Online)

Umfang

8.3.2022–1.5.2022

Sprache

Deutsch

Land

Deutschland

Redaktion
Veröffentlicht am
24.05.2022
Beiträger
Anna-Teresa Steffner de Marco
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